Ausflüge rund um San Ramón

Ein Jahr in San Ramón kann man ja nicht nur in San Ramón verbringen. Ein paar Tagesausflüge habe ich hier zusammengetragen.

Ausflüge rund um San Ramón

El Abuelo

Ein Baum, der uralt ist (über 600 Jahre!) Dorthin kann man nur durch den Urwald wandern. Geführte Touren kann man in La Merced buchen. Auf der Tour musste ich mir mehrfach bewusst machen, dass das kein Tropenhaus ist, sondern freie Natur. (Nebenbei: Tropenhäuser geben die Realität echt gut wieder. So anders fühlt es sich im echten Dschungel gar nicht an…) Wir haben sogar Affen gesehen! Das war echt ein Erlebnis! Der Baum an sich ist zwar faszinierend, weil riesig (man braucht 16 Menschen, die sich an den Händen halten um den Baum zu umarmen) aber die Natur drumherum ist mindestens genauso spannend. Bei fast jedem Schritt sieht man neue Farben, es sind unglaublich viele Schmetterlinge unterwegs und an verschiedenen Vögeln mangelt es auch nicht.

Auf dem Rückweg waren wir noch bei einem Fluss, wo wir ein bisschen baden waren und dann vor allem in der Sonne gelegen und uns entspannt haben. Wir haben gewartet, bis die Zeit richtig war um die Vögel zu beobachten. Dafür waren an einem Unterstand an einer Lichtung, wo man gar nicht so viel Geduld brauchte um wunderschöne Vögel zu beobachten. Wenn du also ein bisschen Natur kennenlernen willst, genau das Richtige! 😊

Las cateratas

Rund um San Ramón gibt es unglaublich viele Wasserfälle (cateratas) In verschiedenen Größen, Entfernungen und mit unterschiedlich vielen Menschen. Faszinierend war für mich die Tour zum Wasserfall Bogoña. Dabei läuft man durch einen Fluss und klettert sieben kleinere Wasserfälle hoch, bis man beim eigentlichen Wasserfall angekommen ist. Zurück geht man dann einen anderen Weg. Die Tour ist nicht so lang, wie die zum Abuelo, lohnt sich aber. Man sollte nur aufpassen, dass man nicht umknickt. Hab ich ausprobiert. Kann ich nicht empfehlen 😉

Die anderen Wasserfälle kann man ganz bequem mit einem Moto erreichen und eignen sich super zum Baden, denn das Becken ist meistens ungefähr Hüfthoch (manchmal tiefer, manchmal flacher) und man kann sich vom Wasserfall duschen lassen. Peruaner machen das häufig. Dabei lässt man die Kleidung an! Also am Besten eine lange Badehose und ein altes T-Shirt anziehen. Im Normalfall lässt man sich auch einfach trocknen und zieht sich danach nicht um, also einfach ein Handtuch mitnehmen, ein bisschen trocken rubbeln und dann in der Sonne (oder besser im Schatten) ausruhen und trocknen lassen.

La Merced

La Merced ist die nächst größere Stadt, in der man schon einiges mehr bekommt, als in San Ramón. Dort haben wir auch unsere maßgeschneiderten Kleider abgeholt. Das Kleid ist nach einem Foto geschneidert, was ich in Deutschland gemacht habe, denn ich habe dort ein Kleid gefunden, das mir total gefallen hat, mir aber um einiges zu teuer war. Jetzt habe ich es hier schneidern lassen und noch nicht mal ein Viertel des Preises gezahlt. 😊

In La Merced wird jeden Sonntag marschiert. Jeden Sonntag kommen einige Berufsgruppen, Schulen, Kindergärten, … und das Militär. Dieser Zug marschiert dann eine Straße entlang. Begleitet wird das ganze von
einer Blaskapelle, die am Höhepunkt steht. Je später man kommt, desto schiefer klingt das ganze. Maras Einschätzung: „sollte ich jemals den Kölner Karneval vermissen, gehen wir mal hier hin, ok?!“

In La Merced gibt es auch eine IEP (Iglesia Evangelica Peruana, also peruanische evangelische Kirche), wo wir als Jugend der IEP San Ramón die Jugend der IEP La Merced besucht haben. Um das ganze etwas größer zu gestalten, sind wir vorher noch zu „la cruz“ (das Kreuz) gegangen, haben dort Fotos gemacht und sind erst danach zum Jugendgottesdienst gegangen. Dort haben wir ein „especial“ aufgeführt (wir haben einen Kanon gesungen). Danach war es so spät, dass es keine Colectivos mehr gab, sondern nur noch einzelne Taxis, die aber leider sehr begehrt waren. Wir haben dann irgendwann doch noch ein Taxi gefunden, wo der Fahrer auch bereit war, mehr als 5 Leute mitzunehmen. Wir sind also eingestiegen: 5 Leute in den Kofferraum, 4 Leute auf die Rücksitzbank und 2 Leute auf den Beifahrersitz. Eigentlich war die Fahrt ziemlich chillig. Ich bin auch schon in volleren Autos gefahren… Auf die Rücksitzbank bekommt man nämlich sehr gut 6 Leute, 8 gehen auch noch, 9 wird dann doch echt eng… Nur die Polizei darf halt nicht kontrollieren. Denn das ist genauso verboten wie in Deutschland.

Auvernia

An unserem vorletzten Wochenende in San Ramón hat die Jugend eschlossen, einen Ausflug zu machen. Wir waren an einem Fluss, haben ort gebadet, gegrillt, gegessen, Voley gespielt, geredet und uns einfach och ein wenig erholt. 😊 Das war richtig schön, denn ich habe die Zeit mit den Jugendlichen nochmal echt genossen. Außerdem war es nochmal echt gut, aus der Wohnung und aus dem damit verbundenen Stress herauszukommen.

Aber auch unabhängig von den Leuten, die mit uns in Auvernia waren, ist es dort echt schön! Es gibt einen Fluss auf dem man schwimmen kann, daneben ist ein Ufer mit Planen, die ein wenig vor der Sonne schützen. Es gibt ein Volleyballfeld und man kann einfach Zeit am Wasser verbringen, was man sonst nur an den Wasserfällen kann. Und in Auvernia darf man auch grillen. Das war ein sehr spannendes Unterfangen, was aber mehr daran liegt, dass die Peruaner dafür verantwortlich waren und das Feuer mit Plastiktüten angeheizt haben. Für uns Deutsche ziemlich unverständlich... Den Tag am Fluss habe ich auch in einem YouTube-Video zusammengefasst:

Ich hab jetzt gelesen, dass die Brücke über den Fluss kaputt gegangen ist. Ich habe aber keine Ahnung, ob die wieder repariert wird/geworden ist. Wenn da jemand Bescheid weiß, schreib mir gerne! 😊