La Palma - die Dritte

Und schon sind die drei Wochen fast vorbei. Aber vorher gibt's noch was zu lesen. Dieses Mal: Aussicht, Natur, Paella, Klavier spielen und Wandern.

La Palma - die Dritte

Und schon neigt sich der Urlaub wieder dem Ende zu. Drei Wochen klingen gar nicht so wenig. Und wenn ich mir überlege, was ich alles erlebt habe, war es auch eine lange Zeit. Aber trotzdem kommt der Abschied ein bisschen überraschend. Ein bisschen so, wie Weihnachten auch jedes Jahr überraschend kommt – obwohl man das ganze Jahr darauf hingefiebert hat…

Aber zu den letzten sieben Tagen: Die Wanderung am Montag wird ihren eigenen Blogbeitrag bekommen. Nur so viel: Wir waren zu sechst und sind bei ungefähr 30°C drei Stunden durch die Sonne gelaufen. Danach war ich fix und fertig. Aber ich habe die Zeit mit den anderen und der Natur sehr genossen.

Dienstag war dann ein Tag zum Entspannen und den Muskeln ein bisschen Ruhe zu gönnen. Ich habe den Tag damit verbracht, meine Fotos von der Wanderung zu sortieren. Eine ganze Weile habe ich mich auch unter den Avocadobaum gesetzt und habe gestrickt und Podcasts gehört. Dabei habe ich überlegt, ob es sinnvoll wäre, einen spanischen Podcast zu suchen. Aber ich bin erstmal bei den paar deutschen Podcasts geblieben, bei denen ich auch schon nicht mit dem Hören hinterherkomme. Abends ging es dann wieder zum Alpha-Kurs. Dieses Mal habe ich auch ein Foto von der Aussicht gemacht 😉

Mittwoch ging es wieder nach Puntagorda. Da, wo es das letzte Mal den schönen Sonnenuntergang auf dem Wolkenmeer gab. Dieses Mal gabs kaum Wolken. Aber Apfelkuchen. Das Rezept dafür wurde auch ausgetauscht. Aber ich habe nicht mitgeschrieben… Direkt im Anschluss ging es wieder zu uns, wo direkt die nächste reunion (Treffen) auf uns wartete. Dieses mal gings auch wieder um Politik - dieses Mal gepaart mit Geografie. Ob das so viel besser war... Immerhin konnte ich bei der Bildungspolitik mitreden. Da kenne ich mich zumindest ein bisschen aus.

Am Donnerstag bin ich in die Stadt gezogen um meine Postkarten einzuwerfen – mal schauen, wer zuerst ankommt 😉 Nachmittags war dann wieder estudio bíblico in Santa Cruz. Dieses Mal waren die Engländer auch da, aber insgesamt wurde mehr spanisch gesprochen. Das war für meine Sprachen-verwirrung ganz gut, glaube ich. 😉

Und Freitag ging es wieder wandern. Dieses Mal nur der Pastor und ich, gut 10 Stunden, knapp 30 km und gut 2000 Höhenmeter durch die Caldera. Auch dazu wird es einen eigenen Blogbeitrag geben. Die Natur hat mich so unglaublich beeindruckt! Dafür hat sich das frühe Aufstehen wirklich gelohnt! Abends war noch Bandprobe angesetzt. Die wurde dann aber kurzfristig doch abgesagt. War ich ehrlich gesagt gar nicht so böse drüber. Auch wenn das hieß, dass ich Sonntag im Gottesdienst Lieder spielen musste, die ich vorher noch nie gespielt habe.

Samstag war ich erstaunt, wie wenig ich meine Muskeln spüre. Nur die Knie haben bei manchen Bewegungen (Treppe runtergehen) gemeckert und in der Taille konnte ich mich nicht mehr nach rechts und links beugen. Aber angesichts der Wanderung war das wirklich verkraftbar. Am Vormittag hatte ich wieder Zeit um meine Fotos zu sichten. Außerdem hat der Spanier im Haus (der Pfarrer) Paella gemacht (man kocht sie nicht – man macht sie. Zumindest im Spanischen: hacemos una paella). Dabei durfte ich zuschauen und ein bisschen mithelfen. Es wurde eine große Pfanne herausgeholt. Und weil der Herd zu klein ist, wurde ein großer Gas-Ring angebaut, auf dem die Pfanne dann heiß gemacht wurde.

Dann haben wir erst ein paar Sachen angebraten, später dann ungekochten Reis und Wasser dazugegeben. Und dann heißt es kurz würzen und lange warten, bis sie fertig ist. Es war so lecker, dass ich mit dem Essen gar nicht mehr aufhören konnte. Und weil wir direkt aus der Pfanne gegessen haben (jeder hatte seine Ecke, an der er gegessen hat), war auch die Überwindung noch ein bisschen zu essen, lange nicht so groß, wie wenn man sich erst was auf den Teller häufen muss. Von daher habe ich mich ziemlich vollgefuttert…

Sogar mit meiner mittelschlechten Kamera kann man die Sterne einfangen... So hell leuchten sie hier auf der Insel (#Lichtschutzgesetz)

Nachmittags gab es dann wieder den deutschen Gottesdienst, bei dem wir „Großer Gott, wir loben dich“ gesungen haben. Das Lied haben wir früher in jedem Gottesdienst gesungen. Seit ich aber ausgezogen bin und in anderen Gemeinden bei andern Pfarrern bin, singe ich das nur noch selten… Und dann auf La Palma wieder – mit Gitarre als Begleitung. Direkt im Anschluss ging es mal wieder auf die andere Seite der Insel, denn es gab wieder Jugend in Santa Cruz. Dieses Mal waren wir eine mehr, als sonst, weil zwei Freundinnen noch mitgekommen sind (ein anderer konnte aber nicht). Wir haben sehr viel gesungen. Unter anderem die Lieder für den Gottesdienst am Sonntag, damit ich sie zumindest schon mal gehört/ gesungen habe. Danach gabs die erste Lektion vom Alphakurs. Jetzt kenne ich die auch. 😉

Und dann war wieder Sonntag. Morgens war ich mit dem Pastor in Tijarafe beim Gottesdienst, mittags gab es die Reste der Paella, abends gabs den Gottesdienst in Los Llanos, der auch auf YouTube übertragen wird und danach haben wir uns noch ne Tiefkühlpizza gemacht. Vor dem Gottesdienst in Los Llanos habe ich mir noch eben die Akkorde von den Liedern geben lassen und habe mit dem Pastor einmal kurz die Lieder durchgespielt. Die anderen waren noch nicht da, aber so konnte ich wenigstens einmal die Lieder anspielen.

Und heute ist wieder Montag und ich werde wieder gewandert sein. Und dann bleibt nur noch der Dienstag und der halbe Mittwoch, bevor ich Mittwochnachmittag dann wieder in den Flieger steige. Vom Risikogebiet mit 5 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen (bei 85.000 Einwohnern) in ein Risikogebiet mit 83,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten 7 Tagen… Außer, mein Flug wird gecancelt, so wie bei vielen anderen Deutschen hier auf La Palma.