La Palma - zurückkommen

Drei Wochen waren schneller vorbei, als gedacht. Was die letzten Tage dort und die ersten Tage in Deutschland so gebracht haben, könnt ihr hier nachlesen.

La Palma - zurückkommen

Bis zuletzt blieb es spannend, ob ich überhaupt nach Deutschland fliege. Aber jetzt bin ich seit fast einer Woche wieder in Köln, habe ein paar Stunden Quarantäne hinter mir und versuche mich mit den Corona-Regeln in Köln vertraut zu machen. Aber vorher habe ich noch ein bisschen Zeit auf La Palma verbracht.

Montag stand die Wanderung an. Nachdem Regen angesagt wurde, hatten wir den grandiosen Plan, einfach über die Wolken zu fahren, denn über den Wolken regnet es nicht. Hat nicht so ganz geklappt und so sind wir nach drei Stunden Wandern durch den Nebel (=Regen von allen Seiten) wieder nach Hause gefahren. Was wir auf der Wanderung aber so erlebt haben, werde ich an anderer Stelle berichten.

Den restlichen Tag habe ich versucht, mich wieder aufzuwärmen. Oben auf dem Berg hatte es tatsächlich nur ungefähr 13°C und das in Verbindung mit Nässe ist äußerst unangenehm. Den restlichen Tag saß ich also in Pulli, langer Hose und Socken auf dem Sofa und habe mich mit meinem PC und meinem Buch beschäftigt. Abends gabs dann aber doch noch ein Highlight: Der gemauerte Ofen im Garten wurde beheizt, Pizzateig wurde gemacht und dann wurden die Pizzen nach Lust und Laune belegt und in den 300-400° heißen Ofen gelegt. Heraus kam eine unglaublich leckere Pizza, die es durchaus mit einer frischen Pizza vom Italiener um die Ecke aufnehmen kann!

Der Dienstag Vormittag war grau. Kalt war er auch, aber nicht so kalt, wie ein grauer Herbsttag in Deutschland. Trotzdem hatte ich keine Lust, nach draußen zu gehen. Später (als ich ganz allein zu Hause war), hat es dann ganz plötzlich angefangen richtig stark zu regnen. Mittags war es aber schon wieder so sonnig und warm, dass man nicht mehr geglaubt hätte, dass es so geregnet hat, wenn man nicht dabei gewesen ist.

Nein, das Foto ist nicht unscharf. Das war der Regen.

Wir sind dann mit dem Auto nach Tazacorte gefahren, wo wir essen waren. So einen Abschied muss man schließlich feiern. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich noch zwei typische Nachtische von der Insel probiert (Príncipe Alberto und Bienmesabe), die beide extrem süß und sehr lecker waren. Das Restaurant war übrigens mit Meerblick, sodass ich die vielen hohen Wellen beobachten konnte. Außerdem sah man super den braunen Streifen im Meer. Immer, wenn es viel geregnet hat, bildet sich ein neuer Fluss, der in Tazacorte ins Meer mündet. Der bringt viel Schlamm, Treibholz und Geröll mit, sodass das Meer dort dann einen braunen Streifen hat, der immer weiter ins Meer ragt, bis er irgendwann wieder verschwunden ist.

Nach dem Essen waren wir so vollgefuttert, dass wir beschlossen haben, dass uns ein Verdauungsspaziergang noch ganz gut tun würde. Wir sind also einmal an der Promenade bis zum Hafen und wieder zurück gelaufen. Der Strand war wegen der hohen Wellen mit Absperrband gesperrt. Im Hafen haben wir dann ein Boot gesehen, das Karina heißt. Ein kleines Highlight für mich 😉

Und dann war schon Mittwoch - Abreisetag. Dienstag war es so windig, dass die Flugzeuge nicht auf La Palma landen konnten (und deshalb auch keine Flugzeuge gestartet sind). Und so habe ich während des Packens morgens kontinuierlich den Flugstatus geprüft. Als ich fertig war, sind wir dann auch schon losgefahren, denn ich kannte die Südspitze noch gar nicht und nachdem es da auch einen Weg nach Santa Cruz gibt, sind wir einfach den Umweg gefahren. Weil wir dann noch Zeit hatten, ging es dann auch noch zu den Zwillings-Dragos. Das sind zwei Drachenbäume, die so nah beieinander gewachsen sind, dass sie oben ineinander verschlungen sind.

Am Flughafen war nichts los, ich musste nur ein bisschen warten um meinen großen Rucksack aufzugeben, denn es war nur ein Schalter für Economy-Class offen und die vor mir hatten ziemliches Übergepäck. Das hat was länger gedauert. Durch die Sicherheitskontrolle bin ich sehr schnell gekommen. Es hat noch nicht mal gepiept (das ist mir vorher noch nie passiert, glaube ich!). Nur mein Pulli ist in der Maschine hängen geblieben - aber auch den habe ich wiederbekommen. :) Im Flughafen war wenig los, obwohl der Flieger vor uns nach Düsseldorf über 2 Stunden Verspätung hatte. Unserer ist immerhin nur ungefähr 30 Minuten zu spät losgeflogen. Wir waren trotzdem 20 Minuten zu früh in Frankfurt. Keine Ahnung, was da passiert ist. Hat mir aber nichts gebracht. Das Gepäck hat sich verspätet, mein Rucksack war der letzte, der auf das Gepäckband gekommen ist, dann stand noch der Coronatest an und ich habe meinen Anschlusszug extra mit viel Puffer gebucht. Über Fliegen und Corona gibt es aber nächste Woche noch einen eigenen Beitrag. Ich bin letztendlich pünktlich um kurz vor eins zu Hause gewesen und habe mich in Quarantäne begeben.

Den Donnerstag habe ich dann damit verbracht, meinen Rucksack auszupacken, Wäsche zu waschen, anzukommen - also alles Dinge, die ich unter normalen Umständen auch gemacht hätte. Nur einkaufen gehen konnte ich nicht. Abends kam dann aber auch schon mein Testergebnis, sodass ich Freitag wieder auf die Straße durfte und erstmal einkaufen war.

Am Samstag ging es dann für mich wieder wandern und den Sonntag habe ich zu Hause verbracht, denn draußen hat es immer wieder geregnet. Meine Heizung ist auch schon wieder an und eigentlich würde ich lieber noch eine Weile die Sonne auf der Insel genießen... Aber jetzt muss ich mich wohl mit dem herbstlichen Regenwetter und den komplizierten Coronaregeln in Köln abfinden. Und eigentlich mag ich es ja auch, mich mit einer heißen Tasse Tee und einem guten Buch in eine Ecke unter die Decke zu verkriechen, wenn ich dafür Zeit habe. 😉

Und wie sagte Pippi Langstrumpf in Pippi in Taka-Tuka-Land: „Ich bin sommersprossiger und schöner denn je. Wenn das so weitergeht, werde ich direkt unwiderstehlich.” Und wenn ich noch länger auf La Palma geblieben wäre, würde das mit mir auch passieren und das will ich dann doch niemandem zumuten 😉