Zwei Tage in Leipzig

An zwei Tagen kann man Leipzig natürlich niemals gerecht werden. Aber ich will trotzdem gerne mit euch teilen, was ich in den zwei Tagen gesehen habe.

Zwei Tage in Leipzig

Mehr oder weniger spontan ging es für mich für ein paar Tage endlich mal wieder nach Leipzig. Bei einem Blick ins Gästebuch der Freunde, bei denen ich immer übernachte, habe ich festgestellt, dass ich 2017 das letzte Mal da war – und da auch nur für die Buchmesse. Wirklich Zeit für die Stadt hatte ich da nicht.

Dieses Mal habe ich mir zwei volle Tage Zeit genommen um die Innenstadt zu erkunden. Klar, dass ich da dann auch nicht alles gesehen habe. Das Völkerschlachtdenkmal zum Beispiel habe ich auf das nächste Mal verschoben.

Zuerst bin ich ein bisschen unkoordiniert durch die Innenstadt gelaufen. Ich wusste ja ungefähr, was ich auf jeden Fall sehen wollte. Später habe ich mich dann doch dafür entschieden, die Notenspur zu laufen. Das ist ein individueller Stadtrundgang (also ohne Guide und Gruppe), bei der man Leipzig auf musikalische Weise kennenlernen kann.

Insgesamt sind es 23 Stationen, die man auf einem vorgegebenen Weg von gut 5km ablaufen kann. Auf dem Boden sind immer wieder Wegweiser (siehe oben) nach denen man sich richten kann. Die Route gibts aber auch online - für den Fall, dass man die Abzweigung nicht gesehen hat. An den 23 Stationen gibt es jeweils eine Hinweistafel auf englisch und deutsch und eine Telefonnummer, bei der man anrufen kann. Da gibts dann Musikbeispiele, die einem vorgespielt werden oder weitere Infos. Ist eine schöne Ergänzung, es geht aber auch ohne. Übrigens: Wer keine Lust hat, die 5,3 Kilometer zu laufen, aber trotzdem gerne die Infos hätte, kann sich die Stationsbeschreibungen inklusive Telefonnummern hier durchlesen.

Mein persönlicher Geheimtipp beim Erkunden der Innenstadt: einfach mal in eine der vielen Passagen gehen. Manche führen "nur" zu einem Innenhof, andere gehen auch bis zur Parallelstraße. Aber so ziemlich jede Passage ist sehenswert - auch die, wo nicht so viele Menschen davor und drinnen stehen. 😉

Am zweiten Tag habe ich mir das zeitgeschichtliche Forum angeschaut. Das ist ein kostenloses Museum zu "unsere Geschichte - Demokratie und Diktatur nach 1945". Man kann dort viel zur DDR und Wende lernen. Den Teil zur Flüchtlingspolitik oder Islamisierung fand ich persönlich nicht so interessant. Wegen Corona waren einige Stationen nicht nutzbar. Aber es gab einen Flyer oder Audioguide, der viel erklärt hat. Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass es den Audioguide nicht nur auf Deutsch und Englisch, sondern auch in Leichter Sprache, als Audiodeskription und auf Deutscher Gebärdensprache gibt. 😊

Später war ich dann noch auf dem City-Hochhaus, das von unten ein bisschen so aussieht, wie ein aufgeschlagenes Buch. Die Aussicht war beeindruckend, aber die 4€ Eintritt nicht wert. Mit einem Aufzug kann man bis fast ganz oben fahren, dort zahlt man an einem Drehkreuz den Eintritt. Scheine kann man bei dem Münzwechsler daneben zu Münzen und kleineren Scheinen machen. Die restlichen drei Stockwerke muss man dann noch zu Fuß erklimmen. Durch die asymmetrische Form kann man nicht auf alle Seiten schauen. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind aber sichtbar, glaube ich.

Hier noch kurz meine Liste an Dingen, die ich ganz gerne mal noch anschauen will. Mal schauen, wann ich sie abgearbeitet habe. Ich halte euch auf dem Laufenden. 😉

  • Völkerschlachtdenkmal
  • Zoo
  • Musikinstrumenten-Museum
  • Bachmuseum (Habe ich bisher nur von außen gesehen)
  • Konzert im Gewandhaus
  • eine Oper in der Oper