Urlaub Nordküste
Nach 90 Tagen mussten wir Peru verlassen. Das Ganze haben wir geschickt mit einem Urlaub an der Nordküste Perus verbunden.
Nachdem letztens Ferien waren, haben wir die Zeit genutzt und die Nordküste Perus erkundet. Dabei haben wir auch gleich die Möglichkeit genutzt, unser Visum zu verlängern. Das ist nicht ganz so gelaufen, wie geplant, aber wir haben jetzt ein neues Visum. Zwar wieder nur für 90 Tage, aber immerhin etwas. ;) Wir leben also im Moment nicht illegal im Land. Das ist sehr beruhigend.
Für die Ausreise sind wir per Bus in zwei Etappen (San Ramon → Lima und Lima → Tumbes) bis in den Norden gefahren. Das Ganze hat 9 + 23 Stunden gedauert. Nach dem Grenzübergang und einer Nacht in Tumbes ging es dann nach 2 Stunden Fahrt weiter nach…
…Máncora
Dort haben wir uns einen Bungalow gemietet. Leider war er nur eine Nacht frei, so dass wir nach der einen Nacht in einen wesentlich teureren Bungalow eines anderen Hotels ziehen mussten. In Máncora haben wir den Strand genossen, waren Souvenirs shoppen und waren sogar mit Meeresschildkröten baden. Nachdem wir bei den Schildkröten keine Badekleidung dabeihatten, haben wir uns da den Peruanern angepasst und waren in normalen Klamotten baden.
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Nach den drei viel zu kurzen Tagen in Máncora haben wir einen Nachtbus nach Trujillo genommen um uns noch ein bisschen kulturelle Bildung zu gönnen. In Trujillo haben wir in einem richtig schönen Hostel gewohnt. Eigentlich war es das Haus von einer Peruanerin, die nicht allein drin wohnen konnte, aber nicht umziehen wollte. So hat sie es zu einem Hostel umfunktioniert. Man fühlt sich dort fast wie in einer Gastfamilie, was durch den Küchenzugang und Selbstbedienung beim Frühstück nur bestärkt wird.
Die kulturelle Bildung fiel aufgrund von Maras Krankheit ein bisschen geringer aus, aber wir haben zumindest die „Huaca del Sol y de la Luna“, einem Tempel, der noch aus der Zeit vor den Inkas stammt, gesehen. Das war echt interessant. Vor Allem weil die (spanische) Führung sehr ausführlich war (der Guide hat auch echt langsam und damit verständlich gesprochen!).
Bei Trujillo waren wir mit einer Schweizerin, die wir im Hostel kennengelernt haben, noch bei einer wohl sehr berühmten Pferdeshow. Die Show war echt beeindruckend. Dort wurde dann auch Marinera getanzt. Und das auch richtig: Der Herr tanzt auf dem Pferd und die Dame tanzt drum herum – barfuß. Am Schluss durfte man noch ein Foto mit dem Marinera-Tanzpaar machen, wo die anderen Reiter mit ihren Pferden im Hintergrund stehen. Und was darf nicht fehlen? Genau: Die Peru-Flagge…
Lima darf nicht ausgelassen werden. 😉
Auch wenn das eher wegen des Busfahrplans war, und wir unser gesamtes Gepäck die ganze Zeit im gefährlichen Lima mitschleppen mussten, war es ein ganz cooler Tag in Lima. Wir haben erst noch mehr Souvenirs gekauft (oder zumindest angeschaut...) und uns dann ein paar entspannte Stunden im McDonalds verbracht. (McDonalds ist nicht für hier gemacht... Es ist mehr „Slow-food“ und Mittags gibt es hier echte Gerichte mit Reis und Huhn. Und billig ist es auch nicht – zumindest verglichen mit den übrigen Preisen hier.) Abends waren wir dann noch in einer Sanguichería (da gibt es Sandwiches aller Art) und haben uns dann noch einen Nachtisch im Starbucks gegönnt. Man muss schließlich ausnutzen, wenn man mal wieder so etwas hat. In diesen beiden „Lokalen“ haben uns noch echt gut mit vielen Peruanern unterhalten. So langsam wird mein Facebook multikulturell… 😉
Abends haben wir dann wieder einen Bus genommen, der uns über Nacht wieder nach San Ramon gefahren hat.