Warum und noch mehr Fragen
Vor einem Auslandsjahr gehen einem viele Fragen durch den Kopf. Welche ich mir stelle und welche ich schon beantworten konnte, kannst du hier lesen.
Heute geht es um die Fragen, die vor so einem Einsatz so aufkommen:
Warum so weit weg? Warum ausgerechnet Peru?
Warum mit einer Mission?
Was mache ich jetzt?
Wie ist das Jahr organisiert?
Wer zahlt das Ganze?
Aber egal, was kommt, eine feste Zusage habe ich schon:
2. Mose 3, 10 und 12
Warum so weit weg? Warum ausgerechnet Peru?
Ich habe schon immer davon geträumt, nach der Schule erstmal wegzugehen. Als es soweit war und ich mich um einen Platz nach dem Abitur bemühen musste – egal ob Inland, Ausland oder doch gleich studieren – habe ich bei vielen Organisationen geschaut und mich über viele Projekte informiert. Für mich war klar: AUSLAND. Nur was für eines? Eigentlich wollte ich nach Afrika (weit weg). Aber nachdem ich in der Schule Spanisch lerne und im Urlaub festgestellt habe, dass ich mich damit auch wirklich– zumindest ein bisschen – verständigen kann, habe ich beschlossen, in ein „spanisch-sprechendes“ Land zu reisen. Und um dem Traum von „weit weg“ nachzugehen, wollte ich nach Südamerika. Doch so viele Projekte, die mich dort interessiert haben, gab es nicht. Ich habe mich schon langsam mit dem Gedanken angefreundet, „nur“ nach Spanien bzw. auf spanische Inseln zu kommen. Aber dann habe ich das Projekt der Neukirchener Mission in Peru (genauer: San Ramón) gefunden, das mich sofort angesprochen hat. Dort hat die Neukirchener Mission eine christliche Schule und einen entsprechenden Kindergarten gegründet. Nachdem mir die Arbeit mit Kindern sehr viel Spaß macht, freue ich mich auf dieses Einsatzgebiet.
Warum mit einer Mission?
Ich habe in den letzten Jahren sehr viel mit Gott erlebt. Ich habe mich in meiner Jugendgruppe und im Kindergottesdienst engagiert. Ich will diese Beziehung festigen und mit Gott mein Jahr bestreiten. Ich will meinen Glauben leben und in ihm wachsen. Außerdem will ich eine Menge über mich lernen.
Was mache ich jetzt - kurz bevor ich ausreise?
Ich bin derzeit im Abiturstress. Währenddessen sorge ich für die entsprechenden Impfungen, die G35-Untersuchung, bete, lerne weiterhin Spanisch, gehe passende Klamotten kaufen und bereite mich – auch seelisch – auf meine Ausreise vor. Meine Motivation, Spanisch zu lernen, ist derzeit sehr hoch. Dabei konzentriere ich mich vor allem auf praktische Wörter. Auch wenn das der Lehrplan nicht so ganz vorsieht. Das Abitur hat jedoch größtenteils Vorrang. Am 26. Juni ist dann meine Entlassfeier, am nächsten Tag dann der Abi-Ball. Vom 28. Juni bis zum 11. Juli habe ich dann zwei verschiedene Vorbereitungsseminare. Danach habe ich noch ein wenig Zeit mich zu entspannen, alles zu packen, letzte Vorbereitungen zu treffen und mich von allen zu verabschieden, bevor ich am 18. Juli abfliege.
Wie ist das Jahr organisiert? Wer zahlt das Ganze?
Das Jahr wird als IJFD (Internationaler Jugendfreiwilligendienst) bezeichnetet. Deswegen übernimmt der Staat einen Teil der Kosten. Vorraussetzungen dafür, dass es ein IJFD ist, sind unter Anderem 25 verpflichtende Seminartage. Diese werden vor, während und nach dem Einsatz absolviert.
Die Kosten für dieses Jahr belaufen sich insgesamt auf etwa 8.000€. Dazu kommen Impfungen, G35-Untersuchung, … Davon zahlt der Staat etwa 4.200€. Der Rest muss durch mich bzw. meinen Spenderkreis getragen werden.
Nur kurz als zusätzliche Info:
Die Neukirchener Mission entsendet nicht mehr nach Peru. Es gibt aber auch noch andere Organisationen, die Projekte in Südamerika haben. Wenn du dich für einen Einsatz in Südamerika interessierst, informiere dich gerne hier oder google selber!